Abenteuer Irland – smoochy.de

Avatar

Veröffentlicht am 20. Dezember 2009, 22:49 Uhr

Ich hätte nie gedacht, dass mich etwas mehr beeindrucken kann als Irinnen, die bei -2 Grad nur in einem Minirock und knappem Top bekleidet durch Cork huschen. Doch James Cameron hat es mit seinem neuesten Film “Avatar” geschafft.

Wir hatten uns spontan entschieden Freitag Abend wieder ins “Gate” zu gehen. Zur Diskussion stand noch, ob wir uns den Film in 2D oder 3D geben. Die Entscheidung fiel auf 2D, da zum einen ein Kollege bereits in der 3D-Variante war und meinte, es wäre – und das soll aber an dem Kino selber gelegen haben – nicht so der Burner gewesen und zum anderen da wir die Vorstellung um 20.15 Uhr nicht schaffen würden.

Ich war anfangs skeptisch, da ich schon letztens im Kino die Vorschau und den Trailer gesehen hatte und mir nur dachte “Was für ein Scheiß…”.

Eine Kollegin war an dem Tag schon etwas eher von Arbeit losgekommen und konnte deshalb schon Karten kaufen gehen. Das war angebracht, da sämtliche Veranstaltungen der letzten Tage immer sehr voll waren. 20.45 Uhr sollte die Vorstellung losgehen, also reichte es aus uns um Halb zu treffen.

Der Film mit seinen 162 Minuten würde schon recht lang werden. Dies konnte mich trotzdem nicht überzeugen mir etwas zu Futtern (Popcorn, salzig) oder zu trinken zu holen.

Direkt im Kinosaal hat uns erstmal der Schlag getroffen. Es hatte nichts mit dem Film zu tun, dieser hatte ja noch nichtmal angefangen, sondern dem Geruch. Es roch, als hätte sich kurz vorher ein Kollektiv von Grottenolmen dort gepaart… Irgendwie war das Kino auch schon gut mit Iren gefüllt. Keine Ahnung ob es da eine Kausalität gibt.

Die Story von Avatar ist recht schnell zusammengefasst: Raffgierige Menschen fallen auf einem fremden Planeten ein um diesen aus zu beuten. Einer von ihnen wird zu den hießigen Eingeborenen geschickt um diese aus zu kundschaften und gegebenenfalls eine Umsiedlung dieser zu erwirken. Denn rein zufällig liegt das größte Vorkommen von dem, weswegen man auf dem Planeten eingefallen ist, direkt unter der Hauptstadt (ein kilometerhoher Baum) der Einwohner. Doch wie es immer so läuft kommt etwas, bzw. in diesem Fall jemand, dazwischen. So, dass sich der Spion wider Willen letztendlich dafür entscheidet gegen die Besatzer zu kämpfen.

Wie der Spiegel schon so schön treffend geschrieben hat: das ganze gab es schonmal vor über 120 Jahren. Doch was Karl May nicht hatte, ist die Tricktechnik, die Cameron einsetzt um seine moderne Version von Old Shatterhand zu erzählen. Und das ist das faszinierende an dem Film. An Bildgewaltigkeit stellt es selbst das epochale Herr der Ringe in den Schatten. Der Film braucht zwar etwas, bis er in Fahrt kommt (Martin ist am Anfang sogar kurzzeitig eingeschlafen), aber dann sitzt man größtenteils einfach nur mit heruntergeklappter Kinnlade da.
Die Vorstellung wurde einzig und allein von dem anfänglichen Geruch, der “Ich muss genau dieses Popcorn vom Boden des vollen Eimers nach oben befördern”-Geräuschkulisse der ersten 20 Minuten und dem krächzenden Lautsprecher links von uns getrübt.

Wer also einen imposanten Film ohne viel Tiefgang sehen will, dem sei Avatar wärmstens ans Herz gelegt.

Zum Abschluss noch etwas in eigener Sache: es gibt peinliche Fotos von mir aus dem Urlaub im November in Dresden in der Galerie zu sehen. Ich war jung und brauchte das Geld…

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2 Kommentare
  1. lisa

    Naja leider konnte ich mir keine Karte kaufen und werde noch ein bisschen warten, bevor ich wieder ins Kino gehe :)

  2. Martin

    Avatar hatte eine beeindruckende Farbwelt. Er war besser, als ich erwartet hatte und keinesfalls flach von der Story her, wie einige Kritiken behaupten.

    Zu deinen Dresden-Fotos: Wenn man sich so die Fotos ansieht, dann kann man zwei Dinge feststellen. Erstens, hast du wohl gut Spaß gehabt und gut gefeiert mit den Damen. Zweitens, die Leute im Umfeld, denen scheint den Blicken nach zu urteilen die Situation unheimlich gewesen zu sein :-D . Wünsch dir schonmal einen guten Rutsch.

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