Tag: Job(s)
Frohe Weihnachten
Veröffentlicht am 24. Dezember 2008, 16:23 Uhr
Auch wenn hier im Irrenland erst morgen Weihnachten ist, möchte ich euch, da ihr ja heute schon feiert, fröhliche Weihnachten wünschen.
Mein Tag bestand heute darin, mir meine gestrige Lasagne nochmal durch den Kopf gehen zu lassen. Ich hab somit heute meinen ersten Incident kassiert. Incidents sind entschuldigte Fehltage. Die Anzahl der Incidents, die man bekommt, hängt dabei davon ab, wieviel man zu spät zur Arbeit erscheint. Für einen ganzen Fehltag gibt es einen Incident. Sollten es nur ein paar wenige Stunden sein, bekommt man zb 0.5 Incidents. Ab zwei Incidents wird man dann zu einem persönlichen Gespräch mit seinem Manager gebeten.
Trotzdem muss man sich abmelden. Dies geschieht über die “Sickline”. Die “Sickline” besteht dabei aus automatischen Ansagen, durch die man über das Telefon geleitet wird. Nachdem man sich mit seiner Kennung eingeloggt hat kann man aus mehreren Optionen wählen, warum man nicht (pünktlich) zur Arbeit erscheinen kann. Recht praktisch gemacht. [Mehr lesen...]
Es weihnachtet
Veröffentlicht am 20. Dezember 2008, 10:51 Uhr
Das es langsam auf Weihnachten zu geht, merkt man in Cork schon mindestens seit Mitte November. Die Geschäfte werden fein dekoriert, überall stehen geschmückte Weihnachtsbäume und die Bettler überall in der Stadt tragen eine lustige Weihnachtsmütze.
Nachdem ich mich Anfang der Woche gefreut hatte, dass anscheinend der Lebensmittelskandal in Irland vorüber zu sein scheint (es gibt wieder gebratenen Schinken zum Frühstück in der Kantine), hatten wir gestern den absoluten Knaller: Eine Blaßinstrumentenkapelle aus Cork erfreute uns zum Mittagessen mit feinster Weihnachtsmusik. Da schmeckt einem das Rindfleischfilet mit Rosenkohl und Pommes doch gleich viel besser.
Der eine Junge aus der Kapelle, der ganz links saß, hatte die gesamte halbe Stunde, in der ich der Musik andächtig gelauscht habe leider keinen Einsatz. Vielleicht sieht er deshalb etwas traurig aus und schmollt. Ich bitte übrigends die Decke zu entschuldigen – die Kantine wird zur Zeit umgebaut. Die eh schon knappen Sitzplätze während der Mittagspause werden durch den Bau einer Art Genius Bar, oder was immer das werden soll, noch weiter reduziert.
Obwohl Pablo und ich jetzt schon eine Weile Internet zu Hause haben ist die Verbindung vom Kabelmodem an meinen Laptop höchst unbefriedigend. Ich hatte vorsorglich mein 10 Meter Lan-Kabel aus Deutschland mitgebracht und bin froh darüber. Wir haben hier auf den WLAN-Router, den man für 50 Euro hätte dazukaufen können verzichtet. Ich hatte zum einen in Deutschland noch einen Router, den meine Mutter aber nicht rausrücken will, dafür lässt Pablo sich seinen inklusive seines Rechners die Tage jetzt herschicken. Bis dahin muss, ich wenn ich Bett “internetten” will das Kabel durch die gesamte Wohnung spannen. Ärgerlich, dass das Kabel am Kabelmodem relativ schnell rausrutscht und ich somit öfters mal aus dem Internet fliege.
Das Wochenende werde ich wohl größtenteils im Bett verbringen und dieses nur für die notwendigsten Dinge (Lan-Kabel wieder in Router stecken) verlassen. Mein Reizhusten ist immer noch nicht verschwunden, obwohl ich die ganze Woche schon Hustensaft und so Bonbons, die gegen Husten sein sollen, wie wild konsumiere. Nachdem diese Form der Behandlung nicht angeschlagen hat, habe ich mir gestern ein ganzes Netz frische Zitronen gekauft und dann zu Hause ausgepresst und mir eine heiße Zitrone gemacht. Eventuell hilft dies ja.
Die Weihnachtsgeschenke für meine Eltern sind ebenfalls geordert. Eins wird pünktlich zum Fest ankommen, das andere leider etwas später erst. Pablo hat mir gestern schon mein Weihnachtsgeschenk gezeigt: 24 x 0,25l feinste polnisch/tschechiche Plörre aus dem hießigen Lidl: Finkbräu. Na dann: Frohe Weihnachten!
Abenteuer Irland – Tag 16 bis wasweissich
Veröffentlicht am 13. Dezember 2008, 17:41 Uhr
Hallo Freunde der seichten Unterhaltung.
lange ist es her, dass ich meine geistigen Erguesse aus Irland schildern konnte. Das lag zum einen daran, dass wir in der neuen Wohnung eine Woche kein Internet hatten, und zum anderen daran, dass mir auf Arbeit die Zeit gefehlt hat etwas zu schreiben. dafür habe ich in der Zeit diesen Blog aus dem Boden gestampft.
Ich versuche mal, mich an die wesentlichen Dinge der letzten zwei Wochen zu erinnern: [Mehr lesen...]
Abenteuer Irland – Tag 11 bis 15
Veröffentlicht am 26. November 2008, 12:00 Uhr
Na da haben wir nochmal Schwein gehabt, dass sich Unbekannter Nr. 4 gegen die Wohnung entschieden hatte. Warum werdet ihr euch wohl jetzt fragen, wir hatten ja immerhin zu dritt 250 Euro “Schutzgebühr” bei der Agency hinterlassen. Doch der Reihe nach.
Unbekannter Nr. 4 hatte sich Bedenkzeit bis Freitag Früh wegen der Wohnung erbeten. Und er hat sich dagegen entschieden. Zudem war die Landlady, so nennt man die Besitzerin die ein Haus zum vermieten anbietet, gegen den Einzug von 4 männlichen Mietern entschieden. Allerdings war sie so freundlich, der Agency zu gestatten, uns unsere 250 Euro wiederzugeben. Immerhin etwas.
Abenteuer Irland – Tag 7-10
Veröffentlicht am 20. November 2008, 22:50 Uhr
Scheissendreck. Wir haben Montag Morgen direkt bei der Wohnungsvermittlungsfirma angerufen, leider war unser Favorit schon weg. Bei der Wohnung in der Tower Street weigerte sich die Agency eine Besichtigung nach 17 Uhr vorzunehmen, etwas bescheiden, wenn man bis 17 Uhr am anderen Ende der Stadt arbeitet.
Allgemein pochen die Iren sehr auf die strikte Einhaltung der Arbeitszeiten. Zumindest bei den Wohnungsvermittlern und im Tourist Information Centre in Cork. Ich war dort am zweiten Tag um mir eine Stadtkarte zu holen, auf der auch die Buslinien eingezeichnet sind. Bis 18 Uhr sollte der Laden geoeffnet sein, 17:50 Uhr wurde ich schon von einer verschlossenen Tuer mit dahinter stehendem, grinsenden, Mitarbeiter begruesst. Ich konnte ihm zum Glueck durch die Tuer verstaendlich machen, dass ich nur schnell einen Stadtplan kaufen wollte und nicht beabsichtigte, erst den ganzen Laden zu besichtigen.