Abenteuer Irland – smoochy.de

Verschleppt

Veröffentlicht am 7. März 2009, 15:02 Uhr

Wer nicht hören will, muss fühlen. Seit Ewigkeiten schleppe ich ja den lustigen Husten mit mir rum. Er ist zwar nach der Absetzung des 3. Hustensaftes besser geworden, aber nie richtig verschwunden und war bei der Arbeit immer hinderlich. Nun hab ich nun dafür die Quittung bekommen.

Ab letztem Samstag hatte ich so ein unangenehmes und schmerzendes Stechen unter meinem rechten Brustkorb, jedesmal wenn ich meine Lunge in schwereren Anspruch nahm (Husten, hochziehen, etc). Erst hab ich gedacht, nur etwas schief gelegen zu haben, aber Sonntag war es nicht besser geworden. Doch da ich so lange mit dem Husten zu kämpfen hatte, hatte ich Angst, dass es irgendwas mit meiner Lunge zu tun hat.

Deshalb informierte ich meinen Teammanager am Sonntag bei der ‘Cork Treasure Hunt’ (Artikel dazu kommt, wenn ich die Bilder hab), dass ich spätestens Dienstag ins Krankenhaus fahren würde. Er meinte dann, dass Montag nach der Arbeit das beste wäre, da es durchaus einige Stunden dauern kann, bis man da durch ist.

Montag war es allerdings dann noch schlimmer geworden, so, dass ich auf Arbeit anrief, mich für den Tag entschuldigte und ins “Cork University Hospital” fuhr. Dort angekommen, musste ich erst einmal 100 Euro auf den Tisch legen, bevor die Untersuchung überhaupt losging. Ich wurde gefragt, ob ich schon beim “GP” (Allgemeinarzt) gewesen wäre, was ich verneinte. Dort hätte ich nämlich schon 50 Euro bezahlen können, nur um mich dann ins Krankenhaus überweisen zu lassen. Ich glaube nicht, dass ein Allgemeinarzt einen Röntgengerät hat.
Man bat mich in dem noch recht leeren Wartezimmer Platz zu nehmen. Knapp 10 Minuten später wurde ich ins erste Untersuchungszimmer gebeten. Ich hab der Dame erklärt, was mein Problem ist. Danach wurde ich wieder ins Wartezimmer geschickt. Ungefähr 15 Minuten später wurde ich dann in das zweite Untersuchungszimmer gebeten. Dort wurden mir so Dinger auf die Brust, Unterarme und Beine geklebt und dann mit so ner Maschine per Kabel verbunden. Wahrscheinlich um den Herzrhythmus zu testen, keine Ahnung genau. Nachdem ich mir die Dinger dann wieder selbst entfernt hatte wurde ich zurück ins Wartezimmer geschickt. Es hatte sich mittlerweile gut gefüllt, aber einen Sitzplatz konnte ich mir noch ergattern.

Ab dem Zeitpunkt hätte ich die ‘Herr der Ringe’-Trilogie mit Zusatzbänden lesen können, da die Wartezeit gefühlt exponentiell anstieg.
Geschlagene 1.5 Stunden später wurde ich dann in eine Art Behandlungsseparé gebeten. Dort sollte ich mich auf die Liege legen und auf auf den Doc warten. Nur 1 Stunde später kam dann eine Ärztin, die mich nochmal nach meinem Wehwehchen fragte, mein Herzrhythmus wurde nochmal gemesen und ich wurde anschließend ins Röntgenwartezimmer geschickt.

Dieses war bei meiner Ankunft noch recht leer, nur 2 Leute saßen da. Circa eine Stunde lang passierte nichts, also niemand wurde irgendwie in das Röntgenzimmer gerufen. Dafür kamen in das Wartezimmer (welches auch für noch zwei andere Stationen als Wartesaal fungierte) immer mehr Patienten und es musste sogar noch eine zusätzliche Sitzbank herbeigeschafft werden.

Irgendwann schien dann die 90 minütige Kaffepause vorbei zu sein und Patienten wurden nach und nach in das Zimmer gerufen, geröntgt, wieder aus dem Zimmer gelassen mit der Bitte, kurz zu warten, bis sie ihre Röntgenbilder dann bekamen.
Wie gesagt, ich war als dritter in dem Raum, nur lustigerweise wurde ein Patient nach dem anderen, die später gekommen waren, vor mir ins Zimmer gerufen. Ich bin ja eigentlich n geduldiger Mensch, aber irgendwann is auch mir die Hutschnur geplatzt und ich hab mich rotzfrech vor nen anderen gedrängt und mit dem Röntgenmeister kurz geredet. Er fragte nach meinem Namen, bat mich nochmal Platz zu nehmen und 2 Minuten später war ich dann in dem Zimmer.

Die Röntgenaufnahmen habe ich dann wieder in dem Bereich abgegeben, wo die Ärztin mich untersucht hatte. Ich musste dann im ersten Wartezimmer nochmal kurz verweilen eh sie mir dann sagte, dass sich durch den Hustenschleim da irgendwie was entzündet hat. Antibiotika verschrieben, noch n Schmerzmittel genannt, eine “Doctor’s Note” (Krankenschein) ausgeschrieben und 5 Minuten später war ich auf dem Nachhauseweg. Hatte ja nur insgesamt 6 Stunden gedauert, wobei die effektive Behandlungszeit so bei 15-20 Minuten lag. Keine Ahnung, wie das hier laufen soll, wenn hier ma ne Epidemie ausbricht.

Die Medikamente kamen dann nochmal 53 Euro, aber immerhin musste ich in der Apotheke nicht warten.

,
5 Kommentare
  1. NeoBlackRose

    Echt ma ohne Worte!
    Und ich dachte das Krankenhaus hier im Vogtland sei der Gipfel der Behandlungsarmut!
    Aber das… *kopf schüttel*
    GUTE BESSERUNG KING SMOO!

  2. Martin

    Wenn du von Anfang an mal den Husten richtig behandelt hättest, würdest du dich nun nicht über diesen Zeitaufwand beschweren. Ich erinnere mich noch sehr genau an deine Hustenanfälle im Sutidum, bei denen man dachte “Oh, jetzt… jetzt is es vorbei… jetzt geht er sterben… gleich… jetzt… da… siehste…” Und ich weiß auch noch, was für alte verfallene Medikamente du damals genommen hast. Vielleicht solltest du mit deiner Gesundheit nicht ganz so schluderhaft umgehen.

  3. smoochy

    Ja ok, das Rachenspray war etwas über das Verfallsdatum. Dafür hats aber geholfen – im Gegensatz zu dem Zeug, was man hier frei in der Apotheke bekommt – und ich hatte sicher nicht 2 Monate n Reizhusten.

  4. Martin

    Geholfen? Den Eindruck hatte von uns niemand.
    Keine 2 Monate… richtig… es waren sicherlich 3 ;-) .

  5. Cork Treasure Hunt + iWalk / iRun 2009 auf smoochy.de

    Vor kurzem (Anfang März) – genau an dem Samstag, an dem meine Lungenschmerzen begannen – war die Cork Treasure Hunt angesetzt. Eine Art Schnitzeljagd quer durch die Innenstadt von Cork[...]

Eine Nachricht hinterlassen